Ausbau der Bundesautobahn A 100 in Berlin: DSI liefert Spezialsysteme für wasserdichte Baugruben

Die Bundesautobahn A 100 verläuft auf Grund der historischen Teilung der Stadt mitten im ehemaligen West-Berlin und führt in einem Süd-West-Bogen vom Bezirk Mitte bis nach Neukölln. Die Autobahn ist von großer Bedeutung für das Fern-, Regional- und Stadtstraßennetz in Berlin und soll deshalb nun in 2 Abschnitten bis zur Frankfurter Allee weitergebaut werden.

Der erste neue Abschnitt, BA 16, beginnt am Autobahndreieck Neukölln und endet an der Anschlussstelle am Treptower Park. Er wird eine bessere Anbindung der östlichen Bezirke an die A 113 und an den mittleren Straßenring ermöglichen. Das insgesamt rund 3,2 km lange Teilstück im 16. Bauabschnitt verläuft im Bereich der Grenzallee auf 385 m im Tunnel und auf rund 2,3 km in einem bis zu 7 m tiefen Trogbauwerk. Pro Fahrtrichtung entstehen 3 Fahrspuren und ein durchgehender Standstreifen.

Das Los 1 in BA 16 hat eine Länge von 500 m und beinhaltet den 385 m langen Tunnel bei der Grenzallee. Der Tunnel wird in offener Deckelbauweise gebaut. Die wasserdichten Baugruben wurden mit Unterwasserbetonsohlen und rückverankerten Schlitzwänden ausgeführt.

Die Unterwasserbetonsohlen haben eine Stärke von 1,5 bis 2 m. Die Betonsohlen werden mit lotrechten Mikropfählen gegen Auftrieb gesichert. Um die erforderliche Pfahl- und Einbindelänge für diesen Zweck zu ermitteln, beauftragte der Auftragnehmer DSI mit der Lieferung von 50 m langen GEWI®Plus-Probepfählen Ø 63,5 mm, die mit umfangreicher Messinstrumentierung bestückt wurden. Diese Probepfähle werden für die in mehreren Abschnitten durchgeführte und bis Mitte 2018 dauernde Maßnahme umfassende Messergebnisse liefern.

Die aufwändige Bestückung der GEWI® -Tragglieder mit den Messinstrumenten erforderte speziell angepasstes Systemzubehör, um den ordnungsgemäßen Einbau der Tragglieder in die Bohrlöcher zu gewährleisten, was durch den geringeren zur Verfügung stehenden Querschnitt erschwert wurde.

Die Schlitzwände erreichen eine Tiefe von bis zu 34 m und sind zwischen 1 und 1,5 m stark. Für die Rückverankerung der Schlitzwände lieferte DSI in einem vorgezogenen Abschnitt 44 Stck. vorinjizierte Dauerlitzenanker, Typ SUSPA-Systems, mit 6-8 Litzen in Längen von bis zu 50 m und mit einer Gesamtlänge von rund 1.500 lfm. Der Einbau der langen Litzenanker gestaltete sich auf Grund der beengten Platzverhältnisse vor Ort aufwändig. In einigen Teilbereichen waren zudem Leerbohrungen von bis zu 5 m Tiefe erforderlich.

Die umfangreichen Spezialtiefbauarbeiten und Maßnahmen zur Errichtung der wasserdichten Baugruben sollen im Laufe des Jahres 2018 fertig gestellt werden. Nach dem Bodenaushub und dem Abpumpen des anstehenden Grundwassers in den Baugruben wird dann mit dem Bau des Tunnelquerschnitts begonnen.

Auftraggeber

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Deutschland

Generalunternehmer

ARGE BAB A100 Los I, Deutschland

Auftragnehmer

Neidhardt Grundbau GmbH, Deutschland

Ingenieurbüro

OBERMEYER Planen + Beraten GmbH, Deutschland


DSI-Einheit

DYWIDAG-Systems International GmbH, BU Geotechnik, Deutschland

DSI-Leistungen

Produktion, Lieferung, technische Unterstützung

DYWIDAG-Produkte

GEWI®Plus-Probepfähle, Ø 63,5 mm, L = 50 m; 44 vorinjizierte Dauerlitzenanker, Typ SUSPA-Systems, mit 6-8 Litzen

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