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Brückenschlag im subsaharischen Afrika mit DYWIDAG-Litzenspanngliedern vollzogen

Brückenschlag im subsaharaischen Afrika mit DYWIDAG-Litzenspanngliedern vollzogen

Flyover Steinmetz, Cotonou, Benin

Entlang der feuchttropischen Küste des westafrikanischen Staates Benin münden mehrere Flüsse ins Meer und bilden Lagunen. Auch die mittlerweile grösste Stadt Benins, Cotonou, ist durch den Abfluss einer Lagune unterbrochen. Cotonou hat den wichtigsten Hafen des Landes und ist sowohl das wirtschaftliche Zentrum Benins als auch Regierungssitz. Das starke Wachstum der Stadt hatte einen erheblichen Anstieg des Verkehrsaufkommens auf beiden Seiten der Lagune zur Folge. Zudem führt die Hauptverkehrsroute entlang der westafrikanischen Küste ebenfalls durch Cotonou. Um das gestiegene Verkehrsvolumen aufzunehmen, wurden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte insgesamt drei neue Brücken über den Abfluss der Lagune ins Meer gebaut.

Der gesamte Verkehr, der über die im Jahr 2004 fertig gestellte vierspurige Konrad- Adenauer-Brücke führte, mündete am westlichen Brückenende in den Steinmetz-
Kreisel. Da eine der Hauptstrassen Cotonous auch an diesen Kreisel angeschlossen ist, kam es hier täglich zu langen Verkehrsbehinderungen. Diese Staus wurden nun
durch den Bau einer Überführung über den Steinmetz-Kreisel beseitigt. Damit kann der Verkehr nun wesentlich flüssiger durch die Stadt geleitet werden. Zudem ist dieser
wichtige Verkehrsknotenpunkt nun für alle Verkehrsteilnehmer erheblich sicherer geworden.

Die innerstädtische Brücke zur Entlastung des Steinmetz-Kreisels ist 180 m lang. Die Zufahrtsrampen an beiden Seiten der Brücke messen 50 und 120 m. Mit ihren 15 m Breite bietet die Brücke in jeder Richtung Platz für eine Fahrspur für Kraftfahrzeuge sowie eine spezielle Spur für Zweiräder und einen schmalen Gehweg. Um die Verkehrs -behinderungen schnellstmöglich zu beheben, wurde grosser Wert auf eine kurze Bauzeit gelegt. Aus diesem Grund wurde die Brücke in Spannbetonbauweise errichtet.

Die DYWIDAG International GmbH betonierte zuerst die Brückenpfeiler mit den Querträgern. Nach Fertigstellung aller Pfeiler wurde mit den Betonierarbeiten der insgesamt 9, jeweils 20 m langen Brückenfelder auf Leergerüst begonnen. Pro Überbausegment wurden für die Tragfähigkeit der Brücke 18 DYWIDAGLitzenspannglieder mit jeweils einem Spannanker Typ MA-A 68 15 und einem Festanker Typ MA-B 68 15 eingebaut. Die Spannstahllitzen wurden vor dem Betonieren
in die Hüllrohre eingeschoben. Anschliessend wurde das UÅNberbausegment betoniert und nach Erreichen der erforderlichen Betonfestigkeit die Spannglieder mit der Bündelspannpresse Typ HOZ 5.400 vorgespannt. Abschliessend wurden die Hüllrohre mit Zementmörtel injiziert, um einen Verbund zwischen Spannstahllitzen und Überbau zu erhalten und um die Spannglieder gegen Korrosion zu schützen.

DSI lieferte DYWIDAG-Spannsysteme für diese wichtige innerstädtische Verkehrsbrücke. Der neue Steinmetz-Verkehrsknoten wurde Ende 2008 nach einer feierlichen Zeremonie, an der auch der Präsident und der deutsche Botschafter Benins teilnahmen, dem Verkehr übergeben.